Laut Erlass der Landesregierung sollen Theater, Konzertsäle und andere Veranstaltungsräume im Falle einer Inzidenz-Zahl von über 50 nur noch 20% ihrer Sitzplatzkapazität nutzen dürfen. Diese Regelung gilt ohne Rücksicht auf Größe und bestehendes Hygienekonzept.
Diese Entscheidung trifft den Kultursektor ins Mark. Privattheater werden in die Insolvenz getrieben, aber auch staatlich subventionierte Einrichtungen können unter diesen Bedingungen nicht wirtschaftlich arbeiten.
Es gibt derzeit keinen anderen Bereich der Gesellschaft, in dem eine so strenge Regelung greift. Industriebetriebe, Dienstleistungsfirmen, Schulen, Verkehrsbetriebe, der Politikbetrieb selbst – kein Sektor muss bislang unter solchen Beschränkungen leiden. Dabei gibt es nachweislich kein erhöhtes Infektionsrisiko im Kulturbereich.
Die Theater werden so das Bauernopfer einer Symbolpolitik. Diese Regelung ist willkürlich und weder durch Erfahrungen oder Studien begründet. Die Politik hat es in über sechs Monaten versäumt, intelligente Szenarien zur Bekämpfung der Pandemie zu entwickeln und straft nun Bereiche ab, die sie für weniger systemrelevant hält und von denen sie weniger Widerstand erwartet.
Das Ergebnis ist der Tod unserer bisherigen Kulturlandschaft.
Die Düsseldorfer Kulturschaffenden werden dieses Vorgehen nicht kampflos akzeptieren!
Wir fordern die Rücknahme des Erlasses sowie die Berücksichtigung von Hygienekonzepten und der Situation vor Ort!
Das Kom(m)ödchen
Wir verlängern! Wegen der überwältigenden Nachfrage nach "Don´t Look Back" spielen wir weiter - der März ist im Verkauf
Lutz von Rosenberg Lipinsky mit "Keine Bewegung. Ein kabarettistischer Workout" am 5. Jan um 18 Uhr